Als 692. Soldat der deutschen Wehrmacht erhielt Sigmund-
Ulrich Freiherr von Gravenreuth am 9.1.1945, nach
dem Tode, das Eichenlaub.
Ritterkreuz am 24.11.1940
Letzter Dienstgrad: Oberstleutnant
Sigmund-Ulrich Freiherr von Gravenreuth wurde am 21.10.1909
in
München geboren.
Nach dem Jurastudium trat er am 2.7.1934 in das I.R.19
ein,
wechselte als Fähnrich 1935 zur Luftwaffe und wurde
am 1.4.1936 zum Leutnant befördert. Zum Kampfflieger
ausgebildet,
flog er bereits 1937/38 in der "Legion Condor"
in Spanien über 200
Einsätze und wurde dafür später mit dem
Goldenen Spanienkreuz
mit Schwertern ausgezeichnet.
Danach war er als Oberleutnant Adjutant im Reichsluftfahrtministerium
und kam Ende 1939 als Flugzeugführer zur 1./KG 30. Mit dieser
flog er sehr erfolgreich gegen Schiffsziele in der Nordsee und im
Kanal. Unter anderem ...
...
verlegte danach, am 1.5.1944 zum Oberstleutnant befördert,
im
Mai 1944 mit dem KG 30 nach Frankreich. Mit einer Beinprothese flog
er Einsätze gegen
die britische Insel und Nachteinsätze gegen die alliierte Invasionsflotte.
Eine besondere
Tragik war sein Tod am 16.10.1944, als er bei der Umschulung zum
Jagdflieger über Bres-
lau mit einer Me 109 tödlich abstürzte. Für seine
Kampf- und Führungsleistungen erhielt er
am 9.1.1945, nach dem Tode, das 692. Eichenlaub zum Ritterkreuz.
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